Veranstaltungsreihe

OL verändern | OL erinnern

Für das Stadtmuseum stehen in den kommenden Jahren weitreichende Veränderungen an. Das Museum schließt im Frühjahr vorübergehend, damit der Neubau beginnen kann. In den kommenden 2,5 Jahren richtet das Museum seine Arbeit neu aus und nutzt das gesamte Stadtgebiet für seine Veranstaltungen und Ausstellungen. „Deshalb greifen wir in der Veranstaltungsreihe das Thema „verändern“ auf und betrachten es mit unseren Gästen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Wichtig ist uns dabei der direkte Bezug zur Oldenburger Stadtgesellschaft und natürlich zu uns als Stadtmuseum“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. Er ergänzt: „Bei Veränderungsprozessen sollte die Geschichte im Blick behalten werden, daher legen wir einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bei der Veranstaltungsreihe auf die Erinnerungskultur in Oldenburg.“Die Veranstaltungsreihe findet in einem regelmäßigen Turnus statt. Gäste sind Oldenburger Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Kunst, Wirtschaft und Verwaltung.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Sie kann telefonisch unter 235 2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung(at)stadt-oldenburg.de erfolgen.

 

Kommende Termine:

Mittwoch, 22. September 2021, 19.00 Uhr

Geschichte freilegen und vermitteln oder wie der Heidenwall ins Stadtmuseum kommt

Der sogenannte Heidenwall, eine mittelalterliche Ringwallanlage, wurde 2007 im Zuge von Erschließungsmaßnahmen eines Gewerbegebietes im Osten von Oldenburg entdeckt und freigelegt. Schnell war klar, dass es sich bei dem Fund um ein außergewöhnlich gut erhaltenes Bodendenkmal mit hoher historischer Aussagekraft handelte. Insbesondere, weil sich die geläufige Theorie zur Namensgebung der Stadt auf das Oldenburger Schloss, die Aldenburg (Alte Burg), bezog und durch den Fund dieser älteren Burg in Frage gestellt werden musste.

Den freigelegten Zustand vor Ort zu erhalten und den Heidenwall so der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war wegen der begrenzten Haltbarkeit der feuchten Hölzer nicht möglich. Nur ein Teil wurde zur langfristigen Konservierung gesichert, mit dem Ziel diese einmal im Stadtmuseum zu zeigen.

Dass aber nicht nur Sensationsfunde wie der Heidenwall zu wichtigen Erkenntnissen der Stadtgeschichte beitragen, zeigen die regelmäßig stattfindenden Ausgrabungen im Oldenburger Stadtgebiet. Besonders Baumaßnahmen in der Innenstadt werden häufig von archäologischen Untersuchungen begleitet, denn erste Spuren mittelalterlicher Bausubstanz sind oft unmittelbar unter der Asphaltdecke zu finden. Bevor die Baggerschaufel ihre Arbeit vollzieht, müssen die genau untersucht und dokumentiert werden.

Die Archäologin Dr. Jana Esther Fries, Leiterin des Regionalreferats Oldenburg der Abteilung Archäologie im Nds. Landesamt für Denkmalpflege, und Ria Glaue, im Stadtmuseum für die neue stadtgeschichtliche Ausstellung zuständig, sprechen über die Situation der Oldenburgischen Stadtarchäologie und die Bedeutung neuer Funde und Befunde für die Stadtgeschichte. Außerdem soll es um die wissenschaftlichen Anforderungen an die Rekonstruktion und die Vermittlungsziele der musealen Präsentation des Heidenwalls gehen.

Die Veranstaltung findet im Core, Heiligengeiststraße 6-8 statt. Einlass ab 18.45 Uhr

Bitte um Anmeldung: museumsvermittlung(at)stadt-oldenburg.de

Es gelten die aktuellen Coronaregeln. Teilnehmende werden über die geltenden Bedingungen bei der Anmeldung informiert. 

Bereits stattgefundene Termine:

"Kunst in der Krise - Programm Neue Konturen", Mittwoch, 27. Januar 2021, um 19 Uhr

Zu Gast sind Sven Müller und Hauke Beck vom Künstlerkollektiv „The Hidden Art Project“.

„Oldenburg und Stadtmuseum digital erleben“, Mittwoch, 17. Februar 2021, um 19 Uhr.

Zu Gast ist Friederike Hackmann, sie leitet bei der Stadt Oldenburg das Civic Data Lab als Teil des Forschungsprojekts „Digitale Lernlabore“.

„Stadt und Museum gemeinsam gestalten“, Mittwoch, 10. März 2021, um 19 Uhr.

Inge von Danckelman, erste Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg, im Gespräch mit Peter Gneuß. Er koordiniert bei der Stadtverwaltung die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und betreut die Partizipationsplattform der Stadt.


„Wie Stadt und Museum erinnern“, Mittwoch, 14. April 2021, um 19 Uhr.

Zu Gast: Mareike Witkowski vom Institut für Geschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie ist Historikerin und Herausgeberin des Sammelbandes "Oldenburger Erinnerungsorte: Vom Schloss bis zur Hölle des Nordens, von Graf Anton Günther bis Horst Janssen".

Wir haben die Veranstaltung aufgezeichnet:


„Zeit für was Neues“

Mittwoch, 5. Mai 2021, um 19 Uhr.

Zu Gast: Michael Hagemeister von Raum auf Zeit

Die Oldenburger Innenstadt von heute: charmant, vielseitig, atmosphärisch, modern … aber immer häufiger fallen leerstehende Ladengeschäfte ins Auge, die über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben; und das nicht erst durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Einzelhandel.

Wie kann dieses Phänomen also bewertet werden? Als Problem, weil der frühere Zustand als Idealvorstellung gilt oder als Chance für eine neue Phase in der Entwicklung der Innenstadt?

Wir haben diese Veranstaltung aufgezeichnet:

„Hinter der Fassade“

Mittwoch, 2. Juni um 19 Uhr

Zu Gast: Architekt Dennes Janßen vom Architekturbüro JES

Viele kennen die Entwürfe für das neue Stadtmuseum bereits. Doch wie sieht es hinter der Fassade aus? Bei einer interaktiven Live-Führung durch das 3-D-Modell mit dem Architekten Dennes Janßen erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die neuen Räumlichkeiten. Im gemeinsamen Gespräch geht es außerdem um die Herausforderungen eines Museumsgebäudes an dieser Stelle und um die Ideen hinter dem Entwurf.

Wir haben diese Veranstaltung aufgezeichnet:

Stadterneuerung rund ums SMO

Mittwoch, 30. Juni 2021 um 19 Uhr

Zu Gast: Alexis Angelis, Architekt, geschäftsführender Gesellschafter bei Angelis & Partner Architekten, Gründer der NEU_FUNDLAND Projektentwicklung.

Das neue Stadtmuseum ist nicht das einzige anstehende große Bauprojekt in der nördlichen Innenstadt. Auch in seiner Nachbarschaft und im Bahnhofsviertel wird geplant (Öffentliche Versicherung), gebaut (Drei Höfe) und eröffnet, so wie kürzlich das Core in der Heiligengeiststraße. Das Stadtbild wird sich wandeln, aber wohin? Im Gespräch mit Alexis Angelis geht es um seine Zukunftsvisionen, um Stadtentwicklungsplanung in Oldenburg und die Idee von „Sharing Economy“, aber auch um die Meinung des Publikums: Welche Visionen haben Oldenburgerinnen und Oldenburger für ein erneuertes Oldenburg?

Diese Veranstaltung fand zum ersten Mal als Präsenzveranstaltung im Projektraum des Stadtmuseums statt.

Zwei Museen – zwei Wege in die Zukunft. Das Stadtmuseum Oldenburg und das Landesmuseum Bremen erfinden sich neu.

Mittwoch, 21. Juli 2021, um 19 Uhr

Zu Gast: Prof. Dr. Anna Greve, Direktorin des Focke Museums – Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Oldenburg macht sich auf den Weg, das Stadtmuseum zu modernisieren und die Ausrichtung des Hauses zu verändern. Die Stadt ist damit in guter Gesellschaft, denn auch andere Städte arbeiten an neuen Konzepten. Allen gemeinsam ist die Absicht, die Museen stärker zu öffnen und sie zu einem Ort des gesellschaftlichen Austauschs und der Begegnung zu entwickeln. So zum Beispiel auch das Focke Museum – Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das ebenfalls dabei ist, sich neu auszurichten.

Was liegt also näher, als dass sich die beiden Museumsmachenden über ihre Konzeptionen, ihre Ziele und ihre Arbeit austauschen, dachte sich der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums und initiierte im Rahmen des Veranstaltungsformates "OL verändern | OL erinnern" einen Gesprächsabend mit Prof. Dr. Anna Greve und Dr. Steffen Wiegmann, moderiert von Inge von Danckelman, Vorsitzende des Fördervereins.

Die Veranstaltung fand im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt und wurde vom Lokalsender Oldenburg 1 aufgezeichnet.

Die Aufzeichnung finden Sie in Kürze hier.

Die Stadt gestalten – Graffiti und Street Art in Oldenburg

Dienstag, 17. August 2021, um 19 Uhr

Zu Gast: Sebastian von Zeberg und Renke Harms, Küstler und Sprüher aus Oldenburg, Die Jungs Wangestaltung

Graffiti und Street Art sind schon längst nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Sie sind zum Symbol für Urbanität geworden und haben sich schon lange von ihrem Image als Ausdruck von Vandalismus emanzipiert. Doch Farbe ist vergänglich und es stellt sich zunehmend die Frage, ob Street-Art aufbewahrt werden soll und welche Möglichkeiten es gibt.

Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums spricht mit Sebastian von Zeberg und Renke Harms über ihre Projekte, die Zukunft des vermutlich ersten Graffito der Stadt, das kürzlich an der Eisenbahnbrücke am Pferdemarkt wiederentdeckt wurde und darüber, wie Graffiti und Street-Art Oldenburg verändern.

Die Veranstaltung fand im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt und wurde aufgezeichnet.

Die Aufzeichnung finden Sie in Kürze hier.