Veranstaltungsreihe

OL verändern | OL erinnern

Für das Stadtmuseum stehen in den kommenden Jahren weitreichende Veränderungen an. Das Museum schließt im Frühjahr vorübergehend, damit der Neubau beginnen kann. In den kommenden 2,5 Jahren richtet das Museum seine Arbeit neu aus und nutzt das gesamte Stadtgebiet für seine Veranstaltungen und Ausstellungen. „Deshalb greifen wir in der Veranstaltungsreihe das Thema „verändern“ auf und betrachten es mit unseren Gästen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Wichtig ist uns dabei der direkte Bezug zur Oldenburger Stadtgesellschaft und natürlich zu uns als Stadtmuseum“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. Er ergänzt: „Bei Veränderungsprozessen sollte die Geschichte im Blick behalten werden, daher legen wir einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bei der Veranstaltungsreihe auf die Erinnerungskultur in Oldenburg. “Die Veranstaltungsreihe findet in einem regelmäßigen Turnus statt. Gäste sind Oldenburger Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Kunst, Wirtschaft und Verwaltung.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Sie kann telefonisch unter 0441 235-2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung(at)stadt-oldenburg.de erfolgen.

 

Nächster Termin:

Dienstag, 31. Mai, 19 Uhr

Alte Maschinen-Halle (ehemals Bauwerkhalle) am Pferdemarkt

Thema:  Fahrradstadt Oldenburg? Szenarien aus Vergangenheit und Zukunft

Zu Gast: Frank Glanert – Fahrradenthusiast, Projektingenieur und Blogger aus Oldenburg/Varel

Moderation: Claudius Mertins

Zum Abschluss der fahrradhistorischen Pop-Up-Ausstellung „Die Werkstatt“ ist der Mai-Termin unserer Gesprächsreihe „OL verändern | OL erinnern“ dem großen Thema „Fahrrad“ gewidmet. Zu Gast ist diesmal Frank Glanert. Er ist Projekt-Ingenieur im Bereich Nachhaltigkeit, Fahrradenthusiast und erfolgreicher Blogger rund um die Themen Fahrrad, Mobilität und Nachhaltigkeit. Im Gespräch mit Claudius Mertins, wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum und Kurator der Pop-Up-Ausstellung, geht es um die Geschichte und Zukunft von Oldenburg als „Fahrradstadt“.

Was macht eine Stadt zur „Fahrradstadt“? Die Fahrradgeschichte Oldenburgs begann in den 1880er Jahren mit ersten Vereinsgründungen und vielen umtriebigen Enthusiasten für das neue Fortbewegungsmittel. Seit über 140 Jahren gehören Radrennsport, Fahrradhandel und Zweiradkultur zu Oldenburg und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern. Aber wie muss sich eine Stadt weiterentwickeln, um heute und in Zukunft eine „Fahrradstadt“ zu sein? Was zeichnet überhaupt eine „Fahrradstadt“ aus? Was waren Wegmarken hin zum Status Quo? Und was kann Oldenburg von anderen fahrradfreundlichen Städten lernen?

Anhand von Einblicken in die Oldenburger Fahrradgeschichte besprechen Frank Glanert und Claudius Mertins, wie sich Oldenburgs Verhältnis zum Fahrrad entwickelt hat und wie sich die fahrradpolitischen Ziele der Zeit rückblickend bewerten lassen. Außerdem wollen wir mit dem Publikum diskutieren, was eine Fahrradstadt heute auszeichnet und welche Utopien sich nicht nur für Oldenburg als Fahrradstadt denken lassen.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird es ein Filmscreening des Films „Together We Cycle“ (OmU, 70 Minuten) geben, der aus niederländischer Perspektive die historische Entwicklung aufzeigt, wie das Fahrrad in den Städten Vorrang bekommen kann.

Der Film ist mit deutschen Untertiteln versehen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Filmtrailer:

Rückblick auf die Veranstaltungsreihe:

Mittwoch, 27. Januar 2021: Kunst in der Krise – Programm Neue Konturen

Zu Gast: Sven Müller und Hauke Beck vom Künstlerkollektiv „The Hidden Art Project“

Mittwoch, 17. Februar 2021: Oldenburg und Stadtmuseum digital erleben

Zu Gast: Friederike Hackmann, sie leitet bei der Stadt Oldenburg das Civic Data Lab als Teil des Forschungsprojekts „Digitale Lernlabore“.

Mittwoch, 10. März 2021: Stadt und Museum gemeinsam gestalten

Inge von Danckelman, erste Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg, im Gespräch mit Peter Gneuß. Er koordiniert bei der Stadtverwaltung die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und betreut die Partizipationsplattform der Stadt.

Mittwoch, 14. April 2021: Wie Stadt und Museum erinnern

Zu Gast: Mareike Witkowski vom Institut für Geschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie ist Historikerin und Herausgeberin des Sammelbandes "Oldenburger Erinnerungsorte: Vom Schloss bis zur Hölle des Nordens, von Graf Anton Günther bis Horst Janssen"

Wir haben die Veranstaltung aufgezeichnet:

Mittwoch, 5. Mai 2021: Zeit für was Neues

Zu Gast: Michael Hagemeister von Raum auf Zeit

Die Oldenburger Innenstadt von heute: charmant, vielseitig, atmosphärisch, modern … aber immer häufiger fallen leerstehende Ladengeschäfte ins Auge, die über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben; und das nicht erst durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Einzelhandel. Wie kann dieses Phänomen also bewertet werden? Als Problem, weil der frühere Zustand als Idealvorstellung gilt oder als Chance für eine neue Phase in der Entwicklung der Innenstadt?

Wir haben diese Veranstaltung aufgezeichnet:

Mittwoch, 2. Juni 2021: Hinter der Fassade

Zu Gast: Architekt Dennes Janßen vom Architekturbüro JES

Viele kennen die Entwürfe für das neue Stadtmuseum bereits. Doch wie sieht es hinter der Fassade aus? Bei einer interaktiven Live-Führung durch das 3-D-Modell mit dem Architekten Dennes Janßen erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die neuen Räumlichkeiten. Im gemeinsamen Gespräch geht es außerdem um die Herausforderungen eines Museumsgebäudes an dieser Stelle und um die Ideen hinter dem Entwurf.

Wir haben diese Veranstaltung aufgezeichnet:

Mittwoch, 30. Juni 2021: Stadterneuerung rund ums SMO

Zu Gast: Alexis Angelis, Architekt, geschäftsführender Gesellschafter bei Angelis & Partner Architekten, Gründer der NEU_FUNDLAND Projektentwicklung

Das neue Stadtmuseum ist nicht das einzige anstehende große Bauprojekt in der nördlichen Innenstadt. Auch in seiner Nachbarschaft und im Bahnhofsviertel wird geplant (Öffentliche Versicherung), gebaut (Drei Höfe) und eröffnet, so wie kürzlich das Core in der Heiligengeiststraße. Das Stadtbild wird sich wandeln, aber wohin? Im Gespräch mit Alexis Angelis geht es um seine Zukunftsvisionen, um Stadtentwicklungsplanung in Oldenburg und die Idee von „Sharing Economy“, aber auch um die Meinung des Publikums: Welche Visionen haben Oldenburgerinnen und Oldenburger für ein erneuertes Oldenburg?

Diese Veranstaltung fand zum ersten Mal als Präsenzveranstaltung im Projektraum des Stadtmuseums statt.

Mittwoch, 21. Juli 2021: Zwei Museen – zwei Wege in die Zukunft. Das Stadtmuseum Oldenburg und das Landesmuseum Bremen erfinden sich neu

Zu Gast: Prof. Dr. Anna Greve, Direktorin des Focke Museums – Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Oldenburg macht sich auf den Weg, das Stadtmuseum zu modernisieren und die Ausrichtung des Hauses zu verändern. Die Stadt ist damit in guter Gesellschaft, denn auch andere Städte arbeiten an neuen Konzepten. Allen gemeinsam ist die Absicht, die Museen stärker zu öffnen und sie zu einem Ort des gesellschaftlichen Austauschs und der Begegnung zu entwickeln. So zum Beispiel auch das Focke Museum – Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das ebenfalls dabei ist, sich neu auszurichten. Was liegt also näher, als dass sich die beiden Museumsmachenden über ihre Konzeptionen, ihre Ziele und ihre Arbeit austauschen, dachte sich der Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums und initiierte im Rahmen des Veranstaltungsformates "OL verändern | OL erinnern" einen Gesprächsabend mit Prof. Dr. Anna Greve und Dr. Steffen Wiegmann, moderiert von Inge von Danckelman, Vorsitzende des Fördervereins.

Die Veranstaltung fand im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt und wurde vom Lokalsender Oldenburg 1 aufgezeichnet.

Dienstag, 17. August 2021: Die Stadt gestalten – Graffiti und Street Art in Oldenburg

Zu Gast: Sebastian von Zeberg und Renke Harms, Künstler und Sprüher aus Oldenburg, Die Jungs Wandgestaltung

Graffiti und Street Art sind schon längst nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Sie sind zum Symbol für Urbanität geworden und haben sich schon lange von ihrem Image als Ausdruck von Vandalismus emanzipiert. Doch Farbe ist vergänglich und es stellt sich zunehmend die Frage, ob Street-Art aufbewahrt werden soll und welche Möglichkeiten es gibt. Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums spricht mit Sebastian von Zeberg und Renke Harms über ihre Projekte, die Zukunft des vermutlich ersten Graffito der Stadt, das kürzlich an der Eisenbahnbrücke am Pferdemarkt wiederentdeckt wurde und darüber, wie Graffiti und Street-Art Oldenburg verändern.

Die Veranstaltung fand im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt und wurde aufgezeichnet.

 

Mittwoch, 22. September 2021: Geschichte freilegen und vermitteln oder wie der Heidenwall ins Stadtmuseum kommt

Zu Gast: Archäologin Dr. Jana Esther Fries, Leiterin des Regionalreferats Oldenburg der Abteilung Archäologie im Nds. Landesamt für Denkmalpflege

Der sogenannte Heidenwall, eine mittelalterliche Ringwallanlage, wurde 2007 im Zuge von Erschließungsmaßnahmen eines Gewerbegebietes im Osten von Oldenburg entdeckt und freigelegt. Schnell war klar, dass es sich bei dem Fund um ein außergewöhnlich gut erhaltenes Bodendenkmal mit hoher historischer Aussagekraft handelte. Insbesondere, weil sich die geläufige Theorie zur Namensgebung der Stadt auf das Oldenburger Schloss, die Aldenburg (Alte Burg), bezog und durch den Fund dieser älteren Burg in Frage gestellt werden musste.

Dr. Jana Esther Fries und Ria Glaue, im Stadtmuseum für die neue stadtgeschichtliche Ausstellung zuständig, sprachen über die Situation der Oldenburgischen Stadtarchäologie und die Bedeutung neuer Funde und Befunde für die Stadtgeschichte. Außerdem ging es um die wissenschaftlichen Anforderungen an die Rekonstruktion und die Vermittlungsziele der musealen Präsentation des Heidenwalls .

Donnerstag, 28. Oktober 2021: Kultur für alle?

Zu Gast: Mathilda Kochan, Kulturaktivistin, Mitgründerin des Theaterkollektivs „Die Loge“ und Vorstandsmitglied der Creative Mass Oldenburg und Bernt Wach, Geschäftsführer der Kulturetage und Vorsitzender des Landesverbandes Soziokultur Niedersachsen

"Kultur für Alle" forderte der bekannte Kulturpolitiker und langjährige Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann 1979 in einem Aufsatz und legte damit den Grundstein für einen Begriff kultureller Teilhabe, der die Kulturpolitik der letzten 32 Jahre entscheidend prägte. Seitdem sind neue Herausforderungen hinzugekommen. Unsere Gesellschaft ist diverser und älter, aber zunehmend auch digitaler geworden. Wurden die Rahmenbedingungen und die kulturelle Infrastruktur in Oldenburg danach ausgerichtet? Ist Kultur für alle möglich?

Im Gespräch mit Inge von Danckelman, Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums stellten sich die Gäste diesen Fragen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtmuseums Oldenburg und des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums. 

Die Veranstaltung fand in der Flänzburch, Friedensplatz 2 statt und wurde vom Lokalsender Oeins aufgezeichnet.

Dienstag, 25. Januar 2022: Erinnerungskultur im öffentlichen Raum

Zu Gast: Dietmar Schütz, Vorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung

Mit dem Projekt „Erinnerungszeichen – Erinnern auf Augenhöhe!“ ist die Oldenburger Bürgerstiftung als zivilgesellschaftliches Organ Initiatorin einer Form des öffentlichen Erinnerns, das durch Spenden finanziert und in der Zusammenarbeit mit Werkstattfilm und der Stadt realisiert wird: An einstigen Wohnorten von Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden, wurden sieben sogenannte Erinnerungszeichen installiert. Weitere sollen folgen. Im gemeinsamen Gespräch diskutierten Dietmar Schuetz und Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann über Erinnerungskultur in Oldenburg, über deren politische Dimension und über die Botschaften, die in der Errichtung von Erinnerungszeichen liegen: Wer erinnert? Wer wird erinnert? Wem wird das Erinnern gezeigt? Und in welcher Form werden die Oldenburgerinnen und Oldenburger an der Form des Erinnerns beteiligt?

Die Veranstaltung fand in der Staustraße 16/Ecke Ritterstraße (ehemals Photo Dose) statt.

Dienstag, 22. Februar 2022: Vom enfant terrible zur anerkannten Forschungseinrichtung - die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Zu Gast: Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Carl von Ossietzky Universität und Gerhard Harms, von 1974 bis 2005 Pressesprecher der Hochschule und Leiter der Stabsstelle Presse & Kommunikation

In der Tradition ihres Namensgebers Carl von Ossietzky bekennt die Universität Oldenburg sich zu einer transparenten Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung. Doch der Weg zu diesem bedeutungsvollen Namen war lang und konfliktreich. Warum die Uni zwar gewollt war, aber zunächst wenig geliebt wurde, warum die Namensgebung über 17 Jahre so schwierig war, vor welchen Herausforderungen die Uni heute steht, welche Ziele sie sich für die nächsten Jahre setzt und was Corona für den Hochschulbetrieb bedeutet – darüber sprach die Fördervereinsvorsitzende des Stadtmuseums Inge von Danckelman mit den Podiumsgästen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtmuseums Oldenburg und des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums. 

Die Veranstaltung fand im Studio der Kulturetage, Bahnhofstraße 11 statt und wurde vom Lokalsender Oeins aufgezeichnet. Der Link wird hier nach Veröffentlichung der Sendung bereit gestellt. 

Dienstag, 22. März 2022: Sinti und Roma in Oldenburg – ein Kampf für Sichtbarkeit, Teilhabe und Erinnerung

Zu Gast: Christel Schwarz vom Maro Kher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg und Patrick Schwarz vom Anna Schwarz Haus e.V. 

Von der Stigmatisierung und gesellschaftlichen Ächtung, bis hin zur systematischen Verfolgung, Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus sind Sinti und Roma auch heute noch Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt. Als zentrale Ansprechpartner unterstützen Christel und Patrick Schwarz betroffene Sinti und Roma in ihren Anliegen und Problemen und engagieren sich seit vielen Jahren für die Präsenz und Gleichbehandlung im öffentlichen Leben der Stadt. Darüber hinaus pflegen und erhalten sie das Andenken an Anna Schwarz, der Namenspatin des Kulturhauses, und anderer Opfer der NS-Diktatur. Im Gespräch berichteten die beiden Gäste Wissenswertes aus ihrem Arbeitsalltag und von ihren täglichen Herausforderungen. Sie liefernte Einblicke in eine Lebensrealität, die sowohl in der Geschichtsschreibung als auch im gegenwärtigen Selbstverständnis der Stadt viel zu lange Zeit vernachlässigt wurde.

Die Veranstaltung fand im Hauptfoyer des Staatstheaters statt und wurde vom Lokalsender Oeins aufgezeichnet. Der Link wird hier nach Veröffentlichung der Sendung bereit gestellt.