Das Stadtmuseum Oldenburg

Ensemble aus drei Stadtvillen

Foto: Oldenburger Luftbildarchiv (OLAR)

Das Stadtmuseum Oldenburg darf als eine versteckte Perle innerhalb der Oldenburger Museenlandschaft bezeichnet werden – als Teil der kleinen Oldenburger Museumsinsel formt es mit dem Horst-Janssen-Museum eine architektonisch wie gewachsen wirkende Einheit, obwohl die einzelnen Gebäude inmitten der geschäftigen Oldenburger Innenstadt aus ganz verschiedenen Epochen stammen. Das besondere Flair des Stadtmuseums entfaltet sich dem Besucher gegenüber, sobald er den modernen Eingangsbereich verlassen hat und den ersten Schritt in ein einzigartiges Ensemble aus drei miteinander verbundenen Stadtvillen setzt, deren Räume mitunter die Qualität einer ungeöffneten Zeitkapsel aufweisen.

Kunstliebhaber setzte Grundstein für Museum
Theodor Francksen lebte von 1875 bis 1914 – ein kurzes Leben, dem der Sammler, Jurist und Kunstliebhaber durch die Stiftung seiner zwei Villen samt seiner privaten Sammlung an die Stadt Oldenburg ein beeindruckendes Denkmal gesetzt hat. Die beiden Villen bilden seit der Gründung 1915 den Kern des Oldenburger Stadtmuseums, zu dem später noch eine dritte Villa hinzukam.

Foto: Stephan Meyer-Bergfeld
Weißer Salon des Stadtmuseums Oldenburg. Foto: Stephan Meyer-Bergfeld

Jeder Raum eine andere Epoche
Francksen, der einerseits der Antike im Bereich des Mittelmeerraumes zugetan war und andererseits feste Wurzeln im Oldenburger Land hatte, schuf noch zu seinen Lebzeiten ein Privatmuseum in seinem eigenen Wohnhaus sowie in einer dazu gekauften Villa. Die Idee des Sammlers war es, die Wohnräume jeweils einzelnen Epochen zuzuordnen, beginnend mit dem 17. Jahrhundert. Auf diese Weise durchwandert der Besucher Raumensembles, die in ihrer Ausstattung Einblicke geben können in die Lebenswelten vergangener Epochen – sei es der prunkvolle niederdeutsche Barock des 17. Jahrhunderts oder die schlichte Eleganz eines Biedermeierzimmers.

Räume wie zu Lebzeiten des Museumsgründers
Besondere Ausstrahlung besitzen die seit Francksens Tod unveränderten Räume, so z.B. das Arbeitszimmer des Mäzens im Jugendstil oder auch der „weiße Salon“ mit seiner Anlehnung an das Rokoko des 18. Jahrhunderts. Zudem wird Francksens Antikensammlung präsentiert, die auf die intensive Beschäftigung weiter Kreise des Bildungsbürgertums mit der klassischen Antike zu Lebzeiten des Sammlers hinweist. 

Im Bereich der 3. Villa (sog. Ballin’sche Villa) finden zur Zeit umfangreiche Umgestaltungsarbeiten statt. Im Herbst 2017 werden die Räumlichkeiten neu geordnet wieder zugänglich sein.

Foto: Stephan Meyer-Bergfeld
Der Hüppe-Saal dient als Sonderausstellungsfläche des Stadtmuseums. Foto: Stephan Meyer-Bergfeld

Zwei Räume für Sonderausstellungen
Wechselnde Ausstellungen aus dem Bereich der Kunst, Kultur und Stadtgeschichte bietet das Stadtmuseum in der Neuen Galerie sowie dem Claus Hüppe Saal.

Sammlung und Archive
Neben der Ausstellungstätigkeit beherbergt das Stadtmuseum Oldenburg eine umfangreiche graphische Sammlung und eine Museumsbibliothek. Nutzbar ist auf Anfrage auch das Bild- und Planarchiv des Hauses.

Das Stadtmuseum Oldenburg freut sich auf Ihren Besuch – tauchen Sie ein in die Vielfalt norddeutscher Geschichte und lassen Sie sich von der besonderen Atmosphäre dieses Kleinods auf der Oldenburger Museumsinsel gefangen nehmen.