Zwischentrakt

Raum 12

Foto: Stephan Meyer-Bergfeld
Zwischentrakt. Foto: Stephan Meyer-Bergfeld

Durch den Erwerb der benachbarten Jürgens'schen Villa bot sich Theodor Francksen 1908 die Möglichkeit, weitere Raumensembles zu schaffen und beide Häuser mit einem Zwischentrakt zu verbinden. Die auch hier nach den Plänen des Bremer Einrichtungs- und Architekturbüros Wellermann & Frölich umgesetzte Gestaltung (1909/10) lehnte sich dabei mit ihrer antikisierenden Innendekoration an die repräsentativen Dekorationsformen des Flures der Francksen-Villa an.

Bemerkenswert ist der geschickt angelegte Tageslichteinfall, zum einen durch die gewölbte Oberlichtverglasung (unter gläsernem Satteldach), zum anderen durch die auf den ersten Blick nicht erkennbaren Seitenfenster des eingeschobenen Mittelpavillons, dessen vier hohe Konsolspiegel das auftreffende Licht eigentümlich brechen. Der ansonsten fensterlose, lang gestreckte Raum gewinnt so die Qualität eines eleganten Galerietraktes mit großzügiger Hängefläche.

Eingebracht finden sich Landschaftsgemälde u.a. von Ernst Willers (1801–1880), Heinrich Petersen-Angeln (1830–1906), Wilhelm Degode (1862–1931), Carl Vinnen (1863–1922) und Hugo Duphorn (1876–1909). Den besonderen Blickfang bildet die in der Mittelachse aufgestellte, antikisierte Plastik der „Psyche“ (Personifizierung der geflügelten Seele), die dem Oldenburger Bildhauer Franz Anton Högl (1769-1859) zugeschrieben wird.

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