Weißer Salon

Raum 5

Foto: Stephan Meyer-Bergfeld
Weißer Salon des Stadtmuseums Oldenburg. Foto: Stephan Meyer-Bergfeld

Unverändert und ohne Substanzverlust erhalten hat sich das Raumensemble, das sich Theodor Francksen für die Neugestaltung des größten Wohnraums seines Elternhauses 1904/05 einheitlich im Sinne des Rokoko planen ließ. Der plastische Dekor von Wand- und Deckenzonen ist in Gips und der aufwändigen Technik des Stukkolustro („glänzender Stuck“) ausgeführt. Die Zweiflügeltüren, Tisch, Stühle und (Sitz-)Gondeln sowie der raumhohe Konsolspiegel sind mit Schleiflack weiß gefasst, die Sitzmöbel mit rotem Seidendamast überzogen.

Durch das vorherrschende Weiß des Raumes im Verbund mit den Teilvergoldungen entsteht eine geradezu höfische Atmosphäre. Ganz im Sinne des Historismus ist so in Anlehnung an das Rokoko des 18. Jahrhunderts ein Raum für festliche Empfänge und Diners geschaffen worden, der das Repräsentationsbedürfnis des gehobenen Bürgertums und dessen Orientierung an der Hofkultur in der Residenzstadt Oldenburg verdeutlicht.

Weiter »