Theodor-Francksen-Bibliothek

Raum 23

Foto: Stadtmuseum
Theodor-Francksen-Bibliothek. Foto: Stadtmuseum

In unverändertem Zustand geblieben ist das Bibliothekszimmer, das Theodor Francksen 1909/10 gestalten ließ. Das Raumensemble, bestehend aus teils verglasten Bücherschränken, die den Wandablauf vollständig füllen und die beiden Türen mit einbeziehen, sowie einem runden Büchertisch und zwei ledergepolsterten Benutzersesseln, ist in einer für die Zeit um 1910 typischen Weise unter Rückgriff auf verschiedene zeitgenössische Stile gestaltet: Hauptsächlich am englischen Edwardian-Style orientiert, zeigen sich "altdeutsche" Bezüge (an den eisernen, patinierten Beschlägen) und verhaltene Jugendstilformen (an den hellen, holzsichtigen Einlegearbeiten).

Eingebracht finden sich gegenwärtig schöngeistige Werke und Bücher der "Alten Museumsbibliothek" aus mehreren Wissensgebieten, die, jenseits des modernen Museumsbestandes von über 50.000 Bucheinheiten, nicht dem täglichen Wissenschaftsbetrieb dienen. Sie stammen (neben den Exemplaren Theodor Francksens) aus verschiedenen, dem Museum geschenkten Büchersammlungen — u.a. des Journalisten, Theaterkritikers und Oldenburger "Literaturpapsts" Richard Hamel (1853–1924), des Malers und Konservators Richard tom Dieck (1862–1943) und des Malers Bernhard Winter (1871–1964) – und sind folglich vom Geschmack und der Neigung ihrer Vorbesitzer geprägt.

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