Gründerzeitlicher Salon

Raum 4

Foto: Stadtmuseum
Gründerzeitlicher Salon. Foto: Stadtmuseum

Das ehemalige Wohnzimmer der Familie Francksen zeigt sich mit seiner farbig gefassten Stuckdecke, den Wandfeldern mit Brokat-Bespannung und dem großen Kachelofen weitgehend noch so, wie es bei Errichtung des Gebäudes (1877) ausgestattet wurde. Der Zugang zum Wintergarten (abgerissen 1966) musste jedoch geschlossen und kaschiert werden. Den Fußboden – Eichenparkett mit Feldeinteilung – ließ Theodor Francksen hier wie in den übrigen Wohnräumen des Erdgeschosses 1904 neu einbringen.

Insgesamt spiegelt der Raum nach wie vor eindrücklich das gründerzeitliche Repräsentationsbedürfnis oldenburgischer Oberschichtsfamilien wider, deren Vermögen und Ansehen sich in den wirtschaftlich prosperierenden Jahren nach Gründung des Deutschen Reiches (1871) noch vermehrt hatte. Reichtum und Bildung kommen durch den eingebrachten, großformatigen Bilderschmuck zum Ausdruck  wie das Gemälde „Adam und Eva finden die Leiche Abels“ von Ernst Hemken (1834-1911) sowie die Portraits der Oldenburger Unternehmerfamilie Hoyer von der Hand des gebürtig aus Oldenburg stammenden Christian Griepenkerl (1839-1916), der wesentlich an der Ausgestaltung mehrerer Palais´ der Wiener Ringstraße beteiligt war.

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