Flur und Treppenhaus

Raum 6

Foto: Stadtmuseum
Flur und Treppenhaus. Foto: Stadtmuseum Oldenburg

Sämtliche Raumteile – das äußere Treppenhaus mit dem ehemaligen Eingangsbereich, der zentrale Flurraum und das ins Obergeschoss führende innere Treppenhaus mit dem prächtigen Metallgeländer – sind in antikisierendem Stil gestaltet. Bereits im ehemaligen Eingangsbereich fand sich der Besucher durch zwei (verkleinerte) Szenen aus dem Parthenon-Fries, die den Treppenaufgang flankieren, mit dem historisierenden Rückgriff auf die Antike konfrontiert. Dieser setzt sich fort im plastischen Dekor – Lyren, Deckelgefäße und Amphoren – der oberen Wandzone des Flures. Der helle Wandanstrich mit den Goldhöhungen bewirkte zudem den ganz offensichtlich angestrebten repräsentativen Gesamteindruck und ließ keinen Zweifel am Bildungsstand und Vermögen des Hausherrn.

Entsprechend der antikisierenden Raumgestaltung sind Gemälde oldenburgischer Künstler des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts eingebracht, die während ihrer langjährigen Aufenthalte in Italien und Griechenland klassische Landschaftsszenen zum Bildmotiv wählten. Vertreten sind u.a. Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) mit einer verkleinernden Kopie eines Gemäldes von Claude Lorrain (1600–1682), Ludwig Philipp Strack (1769–1836) und Ernst Willers (1801–1880).

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