Antikensammlung

Raum 10

Foto: Stadtmuseum
Antikensammlung. Foto: Stadtmuseum Oldenburg

Im Obergeschoss der Francksen-Villa befanden sich zu Lebzeiten des Hausherrn die privaten Räume (Schlaf-, Ankleide-, Gästezimmer), die in der Folgezeit (mit Ausnahme des Arbeitszimmers, Raum 11) wechselnde Nutzungen erfuhren. Als Relikt der hier von 1958 bis 1986 aufgestellten stadtgeschichtlichen Abteilung findet sich beim Treppenaufgang die großflächige Wiedergabe des Stammbaums der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Oldenburg.

Seit 1990, als das 75-jährige Bestehen des Museums gefeiert werden konnte, wird in Raum 10 die kleine, aber doch beachtliche Sammlung von über 100 antiken Vasen und Terrakotten vom 7. vorchristlichen bis 3. nachchristlichen Jahrhundert präsentiert. Im Ursprung auf die Sammeltätigkeit Theodor Francksens zurückgehend, der antike Gefäße und Plastiken überwiegend auf seinen fünf mehrmonatigen Italienreisen erwarb, konnte der Bestand nach seinem Tod durch Schenkungen und Ankäufe erweitert werden, so dass die Sammlung einen guten Überblick über die griechische und römische Vasenmalerei vermitteln kann.

Einige Großgefäße, wie die Pseudo-Panathenäische Preisamphora, apulische Gefäßformen oder attisch-schwarzfigurige Henkelschalen finden immer wieder Beachtung und Interesse im Rahmen wissenschaftlicher Diskussionen und Ausstellungen. Aufs Ganze gesehen verweist die Antikensammlung des Stadtmuseums auf die intensive Beschäftigung weiter Kreise des Bildungsbürgertums zu Zeiten Theodor Francksens mit der Kultur des klassischen Altertums.

Weiter »