Entdeckt, bewundert, aufgehoben - Vom Sammeln und Zeigen

© Stadtmuseum
Collage Krug, Massagegerät, Luftbefeuchter

17. April bis 27. September 2020

Was haben ein Krug, ein Luftbefeuchter und ein Massagegerät gemeinsam? Sie sind aus den verschiedensten Gründen Teil des Museums und damit weit mehr als ein ungleiches Trio. Am Beispiel dieser und weiterer Objekte gibt die Ausstellung Einblicke in die Museumsarbeit. In Stationen aufgeteilt, benennt sie die klassischen Aufgabenbereiche eines Museums – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen, Vermitteln – und gewährt neue Perspektiven auf die Sammlung.

So werden Objekte gezeigt, deren Herkunft unbekannt ist, die eine spannende Geschichte erzählen oder die noch nie ausgestellt wurden. Gleichzeitig werden im Dialog mit den Gästen Lücken in der Sammlung benannt und Herausforderungen der Herkunftsforschung transparent gemacht. Das Rahmenprogramm bietet Besucherinnen und Besuchern außerdem die Möglichkeit, die Ausstellung mit eigenen Objekten und persönlichen Geschichten zu erweitern.

Klangbilder: Kunst und Musik - abgesagt!

Bild: Bernd Hinzelmann
Bernd Hinzelmann, Afrika, Gouache, 1983

Hinweis: Das Projekt kann aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus nicht stattfinden.

Artothek & Schule
28. Mai bis 6. Juli 2020

Die spannende Verbindung von Kunst und Musik lässt sich in der Ausstellung „Klangbilder“ erleben. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Helene-Lange-Schule haben sich mit Kunstwerken der Artothek beschäftigt, in denen Musik im Mittelpunkt steht. Sie ließen sich von einer Stahlskulptur von Herbert Press, einer Farbfotografie von Cecile Noldus, einer Farblithografie von Jorinde Voigt und einer Gouache von Bernd Hinzelmann für eigene Arbeiten inspirieren. Aus vielseitigen Materialien sind farbenfrohe Bilder, Objekte und Fotografien entstanden, die in der Ausstellung präsentiert werden.
In Kooperation mit Simon Wehber, Institut für Musikpädagogik, Universität Oldenburg.

Die Projektreihe Artothek & Schule orientiert sich am Curriculum, der Schulform und Klassenstufe. Ausgewählte Kunstwerke gehen auf die Reise ins Klassenzimmer und fördern auf diese Weise Schlüsselkompetenzen in der Bildenden Kunst.

Förderpreis Keramik im Pulverturm: Jinhwi Lee – Farbfall

© Jinhwi Lee
Jinhwi Lee beim Installieren von Gelb, 2020 © Jinhwi Lee

5. Juli bis 30. August 2020

Der mittelalterliche Pulverturm am Schlosswall zeigt im Sommer die Ausstellung „Farbfall“ von Jinhwi Lee, dem diesjährigen Preisträger des Förderpreises Keramik im Pulverturm. Der 1983 in Südkorea geborene Künstler lässt sich von den Farben der Natur inspirieren, die ihm im Wald, auf Blumenwiesen oder Teichen begegnen. Seine Objekte reflektieren in besonderer Weise das Licht auf Oberflächen: Unzählige kleine Glasurstücke sind zu nuancenreichen Farbmeeren verschmolzen, die ein faszinierendes Wechselspiel von rhythmischen Naturimpressionen entfalten.

Nicht nur Jahres- und Tageszeiten wie Frühling, Sommer oder Sonnenaufgänge werden im malerischen „Farbfall“ der keramischen Plastiken und Wandobjekte spürbar. Jinhwi Lee macht auch die mythische Figur des Ikarus neu erlebbar: Durch eine Acrylscheibe kann der Betrachter in das untere Gewölbe des Pulverturms blicken, wo der vom Himmel gefallene Flügelheld versunken in einem sonnengelben Scherbenhaufen ruht.

Stephan Meyer-Bergfeld: Analog 66

© Stephan Meyer-Bergfeld
Stephan Meyer-Bergfeld, aus der Porträtserie Analog 66, 2019 © Stephan Meyer-Bergfeld

11. Oktober bis 6. Dezember 2020
Stadtmuseum Oldenburg zu Gast im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Für die Ausstellung „Analog 66“ hat der in Oldenburg lebende Fotograf Stephan Meyer-Bergfeld 100 Personen portraitiert, deren Biografien eng mit der Stadt Oldenburg verknüpft sind. Die Aufnahmen sind analoge Schwarz-Weiß-Fotografien, die Meyer-Bergfeld mit der Hasselblad-Kamera 500 C aus dem Jahr 1966 angefertigt hat. Präsentiert werden sowohl Persönlichkeiten, die das kulturelle Leben in Oldenburg auf besondere Art prägen, als auch viele unbekannte Gesichter, die auf ihre ganz persönliche Weise das Stadtbild bereichern.

Meyer-Bergfelds Aufnahmen sind von einem großen Einfühlungsvermögen und dem gelungenen Zusammenspiel von Pose, Licht und Technik geprägt. Ein besonderes Porträt ist die Aufnahme von Dr. Ummo Francksen, der sich für das Kulturleben in Oldenburg über Jahrzehnte engagiert hat. Ummo Francksen ist der Großneffe des Stadtmuseumsgründers Theodor Francksen; sein Portrait ist zugleich auch eine Ehrung zu seinem 100. Geburtstag in diesem Jahr.