29. Oktober bis 26. November 2017

Helga Neuber: SportART

© Helga Neuber

In der Ausstellung "SportART" würdigt das Stadtmuseum Oldenburg vom 29. Oktober bis 26. November 2017 in den Schauräumen der Ballin´schen Villa an ausgewählten Dokumenten, Objekten und Werken die großartige Doppelbegabung von Helga Neuber als Leistungsschwimmerin und Bildende Künstlerin. "Die Dötlinger Künstlerin Helga Neuber hat eine besondere Affinität zum Wasser, was sich in beeindruckender Weise in ihrer Biografie und in ihrer Kunst widerspiegelt", sagt Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst im Stadtmuseum.

Die Schwimmerin Helga Schmidt
Die 1937 in Halle/Saale geborene Helga Schmidt erlernte im Alter von zehn Jahren im alten Oldenburger Huntebad das Schwimmen. Dort entdeckte der Leiter des Huntebades Karl Gutsche, der später ihr Trainer wurde, ihre außergewöhnliche Begabung und holte sie in den Oldenburger Schwimmverein (OSV). Täglich trainierte die damalige Schülerin der Cäcilienschule im Huntebad und startete schon bald erfolgreich bei ersten Schwimmwettbewerben. Von 1953 bis 1964 gewann Helga Schmidt 27 nationale Titel, erzielte 40 deutsche Rekorde und nahm an drei Olympischen Spielen in Melbourne, Rom und Tokio. Von Bundespräsident Heinrich Lübke wurde sie mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt, der höchsten verliehenen sportlichen Auszeichnung in Deutschland.

Foto: Helga Neuber

Die Künstlerin Helga Neuber
Aber auch als Künstlerin erforscht Helga Neuber mit ihren Acrylbildern, Fotografien und Installationen das faszinierende Element des Wassers, das in vielschichtiger Weise Sinnbild des Lebens ist. Von 1957 bis 1960 absolvierte Helga Neuber ein Studium an der Hochschule für Künste Bremen, war anschließend bis 1967 als Grafikerin in Mannheim und Karlsruhe tätig und begann 1992 Studien der Freien Malerei bei Pavel Richtr.
In ihren Kunstwerken experimentiert sie mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. Während sie für ihre Malerei Schwämme, Spachtel, Sprühfarbe und diverse Druckträger verwendet, um tiefenräumliche Strukturen mit der Acrylfarbe auf dem Malgrund zu erzielen, bearbeitet sie ihre Farbfotografien digital.

Foto: Stadtmuseum Oldenburg

 

Die Werke von Helga Neuber thematisieren das dialektische Wechselspiel von Naturkräften in Ruhe und Bewegung, greifen jedoch auch sozialkritische Aspekte auf. Im Jahr 2006 wurde sie mit dem Landeskunstpreis für Installation des BBK Niedersachsen ausgezeichnet und im Februar 2017 für 70 Jahre Mitgliedschaft des Oldenburger Schwimmvereins geehrt.

Blick in die Ausstellung

Foto: Stadtmuseum Oldenburg
Foto: Stadtmuseum Oldenburg
Foto: Stadtmuseum Oldenburg
Foto: Stadtmuseum Oldenburg