75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg

© National Archives Canada
Französische Kriegsgefangene am Tag ihrer Befreiung, Lindenhofsgarten, 3. Mai 1945 © National Archives Canada

Ab Wiedereröffnung bis 2. August 2020 im Schauraum

In Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Oldenburg präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg die Sonderausstellung „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“: Während der Zweite Weltkrieg offiziell am 8. Mai 1945 mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde in Berlin beendet wurde, endete der Krieg in Oldenburg bereits einige Tage zuvor. Am 3. Mai 1945 besetzten kanadische Truppen die Stadt Oldenburg. Die Einnahme erfolgte kampflos. Eine „Verteidigung“ und eine damit verbundene hohe Anzahl an Opfern blieb der Stadt in Anbetracht der unvermeidbaren Niederlage des NS-Regimes erspart. Oldenburg blieb weitestgehend unzerstört.

Den Jahrestag des Kriegsendes nimmt das Stadtmuseum zum Anlass, die Ereignisse dieser Tage vor 75 Jahren zu dokumentieren und gleichzeitig den Wandel der Erinnerungskultur bis heute nachzuzeichnen. Anhand verschiedener Archiv-Dokumente geht die Ausstellung der Frage nach, wie in der Vergangenheit an das Kriegsende erinnert wurde, welche Rolle die Erinnerung für die kollektive Identität spielte, und inwiefern sich die Gedenkkultur gewandelt hat.

Zeitzeugen gesucht!

© National Archives Canada
Besetzung und Einmarsch der kanadischen Truppen mit Dudelsack-Spielmannszug, Mai 1945 © National Archives Canada

Im Rahmen der Ausstellung „75 Jahre Kriegsende“ sucht das Stadtmuseum weitere Zeitzeugen: Wenn Sie die Zeit des Zweiten Weltkrieges, dessen Ende oder die Zeit des Nationalsozialismus in Oldenburg erlebt haben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir möchten Ihre Erinnerungen festhalten, damit auch andere einen Einblick in die vergangene Zeit erhalten.

Auch Objekte und Erinnerungsstücke, wie Fotos, Briefe, Tagebücher oder Lieder, die für Sie ein Stück Geschichte symbolisieren oder sogar als Glückbringer während des Krieges gedient haben, können vorgestellt werden. So bleibt die Geschichte ein Stück weit lebendig und kann auch späteren Generationen anschaulich vermittelt werden.

Kuratoren: Dr. Steffen Wiegmann, Tolga Togol

 

 

Video-Grußwort von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann

Einblick in die Ausstellung