Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen

© ICAN Deutschland, Foto: Ralf Schlesener
Menschenkette gegen Atomwaffen, Berlin 18. November 2017

Am Sonntag, den 11. August, um 11 Uhr wird die Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“ im SchauRaum des Stadtmuseums eröffnet. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Atombombe aus humanitärer, ökologischer, menschrechtlicher, spiritueller und sozioökonomischer Perspektive und geht damit in Opposition zu gängigen militärischen und sicherheitspolitischen Argumenten. Dabei bietet sie Fakten, stellt historische Bezüge her und wirft die Frage auf, welche Werte unsere Zukunft bestimmen sollen. Sie ist als Forum gedacht, um Standpunkte, Ideen und Erfahrungen miteinander auszutauschen.

Erstmalig präsentiert wurde die von der buddhistischen Glaubensgemeinschaft Soka Gakkai International-Deutschland (DGI-D) und der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) konzipierte Ausstellung 2012 auf dem Weltkongress der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Hiroshima. Seitdem geht sie als Wanderausstellung um die Welt. In Oldenburg ist sie bis zum 8. September zu sehen.

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.

Begleitprogramm

In Kooperation mit dem cineK, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg wird am Donnerstag, 5. September, um 19 Uhr der Film der Schweizer Filmemacherin Aya Domenig „Als die Sonne vom Himmel fiel“ (2015) gezeigt; Eintritt 8 Euro. Anhand ihrer Familiengeschichte geht die Filmemacherin den Auswirkungen nach, die der Atombombenabwurf auf Hiroshima von 1945 auf die Japanische Gesellschaft bis heute hat. Ihre Suche nach Erkenntnissen aus der Vergangenheit nimmt eine Wendung, als sich am 11. März 2011 die Reaktorkatastrophe von Fukushima ereignet und sie realisiert die Parallelen beider Ereignisse.

Der Oldenburger Konfliktforscher Dr. Leo Ensel setzt sich in seinem Vortrag „Neue Atomraketen in Europa. Was bedeutet das Ende des INF-Vertrages?“ am Dienstag, 3. September, um 19 Uhr im Stadtmuseum mit den aktuellen Entwicklungen nach der Kündigung des INF-Vertrages durch Trump und in der Folge durch Putin auseinander. Wie konnte Reagan und Gorbatschow Ende 1987 der Abschluss des  INF-Vertrages gelingen, um die erfolgreiche Vernichtung von nuklearen Mittelstreckenraketen zu erreichen? Und, was wäre heute notwendig, um ein neues atomares Wettrüsten zu verhindern?

Junge Menschen aus den Theatergruppen der Freizeitstätte Bürgerfelde haben sich unter Leitung der Theaterpädagogen Thomas Vossenberg und Lore Schilberg der Frage „Wie geht Frieden?“ gewidmet. Gemeinsam haben sie sich damit auseinandergesetzt, welche Verantwortung jeder einzelne trägt, damit Gesellschaften friedlich und Menschen friedliebend bleiben. Die Aufführungen finden in der Freizeitstäte Bürgerfelde, Alexanderstraße 209, 26121 Oldenburg statt. Karten für die Vorstellungen am Samstag, 21. September, und Sonntag, 22. September, jeweils um 19 Uhr bekommen Sie unter thomas.vossenberg(at)stadt-oldenburg.de oder unter Tel. 8850508.

Angebote für Schulen

Für Schulen werden Workshops und Ausstellungsgespräche angeboten, um mit dem Thema vertraut zu machen. Die Oldenburger Kinderbuchautorin und Illustratorin Heike Ellermann bietet interaktive Lesungen aus ihrem Buch „Papiervogel, flieg! Es war an einem Tag im August“ für Schulklassen der vierten und fünften Jahrgänge an. Anmeldungen für die kostenfreien Lesungen im Kibi Keller der Kinderbibliothek oder direkt in den Schulen unter paula.vonsydow(at)stadt-oldenburg.de.
 
Die Pädagogin Dörte Mitwollen bietet am Donnerstag, 22. August, und am Dienstag, 27. August, jeweils von 9 bis 10.30 Uhr sowie nach Absprache geführte Gespräche durch die Ausstellung für Schülerinnen und Schüler an. Anmeldungen für diese kostenfreien Führungen unter paula.vonsydow(at)stadt-oldenburg.de.

Am Donnerstag, 5. September, wird der Film „Als die Sonne vom Himmel fiel“ von Aya Domenig nochmal für Schulen gezeigt. Die Vorführung beginnt um 10 Uhr im cineK, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg und kostet 4 Euro Eintritt. Dörte Mitwollen diskutiert mit den Schülerinnen und Schülern über das Gesehene. Anmeldungen hierfür unter presse(at)cine-k.de

Hintergrund der Veranstaltungen ist die Mitgliedschaft der Stadt Oldenburg bei der 1982 gegründeten Organisation Mayors for Peace. Das weltweite Bündnis wurde 1982 von Hiroshimas damaligem Bürgermeister Takeshi Araki initiiert, um die Bürgermeister der Welt zur gemeinsamen Friedensarbeit aufzurufen und sich insbesondere für die weltweite atomare Abrüstung einzusetzen. Dem Netzwerk gehören derzeit 7.772 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an und es wächst zusehends.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier »