Archiv vergangener Ausstellungen 2013

24. März bis 5. Mai 2013: Der Süden im Norden. Malerei, Skulpturen und Objekte aus Berchtesgarden

Bild: Siegfried Gruber

Das Stadtmuseum Oldenburg bot mit dem Ausstellungsprojekt „Der Süden im Norden“ spannende Einblicke in die Kunstszene des Berchtesgardener Landes. Präsentiert wurden über 120 Werke von sieben ausgewählten Gegenwartskünstlern der hochalpinen Region Oberbayerns. Das Spektrum der fünf Bildhauer reichte von abstrakten Holzobkjekten über figürliche Plastiken in Gips, ton, Bronze und Beton bis hin zu Objekten aus Fundstücken. Dieter Barth malte mystische Bildgeschichten, während Siegfried Gruber in expressiven Farben landschaftliche Epen erzählte.

22. Juni bis 4. August 2013: Fotografische Streifzüge. Neu entdeckt: Unbekannte Motive aus der Sammlung Fotografie

Quelle: Stadtmuseum

Mit der Ausstellung „Fotografische Streifzüge“ wurde die Reihe „Neu entdeckt“ eingeführt, in der das Stadtmuseum zukünftig bislang nicht gezeigte Fundstücke aus seinen Sammlungen präsentieren wird. Aus einem umfangreichen Fundus von über 2000 Glasplatten-Negativen privater Schnappschüsse und professioneller Aufnahmen wurden rund 150 digitalisierte Bilder gezeigt. Entstanden ist ein eindrucksvolles Kaleidoskop von Menschen, Stadtansichten, Industriearchitekturen und Landschaftspanoramen. Die Ausstellung zeigte neue, überraschende Facetten lokaler und regionaler Geschichte und ließ gleichermaßen Faszination und Schrecken des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts wieder ans Licht kommen.

18. August bis 22. September 2013: Ulf Puder. Malerei & Zeichnung

Bild: Ulf Puder

Ulf Puder (1958 in Leipzig geboren) gilt als Vorreiter jener Gruppe von Malern, die aufbauend auf dem in der früheren DDR vorherrschenden Neorealismus eine mit einem surrealistischen Element kombinierte neue Bildwelt schaffen. In seinen Bildern begegnen uns Behausungen der verschiedensten Art, die den Betrachter mit unbestimmten und teilweise unheimlichen Raumsituationen konfrontieren. Wände, Mauern und Fassaden verkörpern dabei eine Schnittstelle zwischen Geborgenheit und Schutzlosigkeit, zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen Isolation und Kommunikation. Seine Landschaften sind einsam und eindringlich, sie lassen den Betrachter mit dem sonderlichen Gefühl eines Geheimnisses zurück.

6. Oktober bis 1. Dezember: Sehnsucht nach dem Krieg? Am Vorabend des ersten Weltkrieges: Oldenburg 1913

Quelle: Stadtmuseum

Ein Jahr vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges feiert das in Oldenburg beheimatete Infanterie Regiment 91 sein 100jähriges Bestehen. Gerade der aufwändige Charakter dieser Feierlichkeiten enthüllt die zunehmende Militarisierung der deutschen Gesellschaft am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Als Residenz- und Garnisonsstadt war Oldenburg in besonderem Maße in die Vorgeschichte der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ einbezogen und von deren Folgen betroffen. Die Ausstellung zeigte einen Querschnitt der Stadtgeschichte eines besonderen Jahres – von Optimismus geprägt, und doch den kommenden Zerfall bereits bergend.

19. Dezember 2013 bis 2. Februar 2014: Bernd Zimmer: „Zweite Natur. Holzschnitt und Malerei“

Bild: Bernd Zimmer

Der Kulturspeicher Oldenburg zeigte im Stadtmuseum vom 19. Dezember bis 2. Februar die Ausstellung „Zweite Natur. Holzschnitt und Malerei“. Die Schau widmete sich retrospektiv den Werken von Bernd Zimmer, der als Vertreter der sogenannten „Heftigen Malerei“ gilt. Zimmer konzentriert sich in seinem Schaffen neben Bildern auf Leinwand seit 1985 auch auf die Technik des Holzschnitts. Zu sehen waren in der Ausstellung ausgewählte Arbeiten aus den Jahren 1995 bis 1998, in denen Zimmers Beschäftigung mit Wüsten, Tälern und den sogenannten Erdschnitten zutage tritt. Neben diesen retrospektiv gezeigten Arbeiten sahen die Besucher auch Werke aus Zimmers jüngsten Serien „Reflexion“ und „Alles fließt“, in denen er sowohl grafisch als auch malerisch gearbeitet hat.