Jahresrückblick der städtischen Museen: Bilanz 2017

Foto: Markus Hibbeler
Besucher in der Ausstellung „Janssen Revisited“. Foto: Markus Hibbeler

2017 experimentierten die städtischen Häuser mit neuen Formaten und leisteten Vorarbeit zur weiteren Entwicklung. Im Horst-Janssen-Museum und im Stadtmuseum konnte zum ersten Mal ein ganzjähriges Besucherprofil erfasst werden. Besuchererhebungen gaben in beiden Museen Einblicke in die Entscheidung zu einem Besuch und Reaktionen auf die angebotenen Ausstellungen. Für beide Museen wurden auch Nicht-Besucher-Umfragen durchgeführt. „Diese Informationen unterstützen insbesondere die weitere Entwicklung des Projekts Neues Stadtmuseum“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir wollen die Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäß und ansprechend für breite Besuchergruppen aufbereiten.“

Neue Formate im Horst-Janssen-Museum und Stadtmuseum
Mit „Janssen Revisited“, einer von einer Künstlerin kuratierten Ausstellung, und „Ich spreche nur Kunst“ hat das Horst-Janssen-Museum neue Formate ausprobiert. Im Stadtmuseum gab es mit „Beat oder Bieder“ ebenfalls eine erste Intervention in den historischen Villen sowie Planungen für eine Neugestaltung der Dauerausstellung als Labor. „Die Bürgerbeteiligung 2016 hat den Wunsch nach partizipativen Formaten im Stadtmuseum unterstrichen“, erklärt die Leiterin der städtischen Museen Dr. Nicole Deufel. „Diesem Wunsch möchten wir jetzt schon nachkommen und Formate ausloten.“

Erfolgreiche Ausstellungen im Edith-Russ-Haus
Dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst gelang mit der Buchpräsentation von Roee Rosen als offiziellem Programmpunkt der documenta 14 in Athen und Kassel ein großer Erfolg. Das gilt auch für eine Kooperation mit dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin, wo die Installation „Ozeane“ von Armin Linke gezeigt wurde. Weiter international wirken konnte das Haus auch mit der Ausstellung von Szabolcs KissPál, die in Prag, Budapest und Dublin gezeigt wurde. Auch über KissPál gibt das Edith-Russ-Haus gemeinsam mit dem Verlag Revolver Press ein Buch heraus, das kürzlich in Dublin vorgestellt wurde.

Mehr Besucher in städtischen Museen
In Zahlen drückt sich diese Arbeit wie folgt aus: Die städtischen Häuser konnten die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern auf 59.776. Dabei erzielte das Stadtmuseum 20.723 Besuche, mit zusätzlichen 9.602 Besuchen in der Artothek. In dieser war vor allem die KIBUM-Ausstellung von Janosch ein großer Erfolg. Im Horst-Janssen-Museum konnten 20.227 Besuche verbucht werden. Im Edith-Russ-Haus ist eine Steigerung auf 9.224 Besuche zu verzeichnen. Hier trug auch der Tag des offenen Denkmals zu vermehrten Besuchen der Ausstellung im Pulverturm bei. Die Häuser boten 18 Ausstellungen, 188 Veranstaltungen, 488 museumspädagogische Angebote und neun Publikationen. 7.020 Schulkinder besuchten die städtischen Häuser.