In Francksens Anzug schlüpfen: Neuer Kostümschrank im Stadtmuseum

Bild: Stadt Oldenburg
Ivo Kügel (Lebendiges Museum e.V.), Dr. Nicole Deufel (Leitung städtische Museen), Kristina Gerigk (Städtische Museen), Gabriele Mesch (LzO Stiftung), Dr. Doris Weiler-Streichsbier (Lebendiges Museum e.V., von links). Foto: Stadt Oldenburg

Die Besucherinnen und Besucher in den historischen Villen des Stadtmuseums können seit Donnerstag, 29. November 2018, in die Zeit des Hausherrn Theodor Francksen schlüpfen: In einem neuen Kostümschrank stehen verschiedene Kostüme zur Auswahl, die sich am Modestil der Jahrhundertwende orientieren. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können die Kleidungsstücke anprobieren und damit in die Zeit des Museumsgründers eintauchen. Ermöglicht wird der Kostümschrank durch die Förderung des Lebendigen Museums e.V. unter Mitwirkung der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg. Bei der Übergabe des Kostümschranks waren neben Dr. Nicole Deufel, Leiterin der städtischen Museen, und Kristina Gerigk vom Stadtmuseum auch Ivo Kügel (Vorsitzender Lebendiges Museum e.V.), Dr. Doris Weiler-Streichsbier (stellvertretende Vorsitzende Lebendiges Museum e.V.) sowie Gabriele Mesch (LzO Stiftung, siehe Foto) anwesend.

Kostümauswahl
Der Kostümschrank bietet beispielsweise gehobene Herren- und Damenkostüme mit Jackett, Weste und Hemd beziehungsweise Rock und Jacke mit den entsprechenden Hüten. Kinder haben die Auswahl zwischen einem eleganten Kleid mit Jäckchen oder einem schlichten Arbeiterkleid, im Angebot ist aber auch ein schickes Jackett mit Mütze. Außerdem gibt es traditionelle Dienstmädchenkleidung mit Haube. Die Kostüme stammen nicht aus Francksens ursprünglichem Kleiderschrank, sondern wurden von Kostümschneider Björn Hotes angefertigt, der unter anderem für das Oldenburgische Staatstheater arbeitet. Theodor Francksen und Helene Knoche, die für das Stadtmuseum und seine historischen Villen wesentlichen Personen, werden den Besucherinnen und Besuchern über kleine Informationshefte mit Fotografien näher gebracht.

Bild: Stadtmuseum
Kostümschrank des Stadtmuseums. Foto: Stadtmuseum

Partizipative Erlebnisse
Auch dieses Projekt ist somit eng mit den Planungen zum Neuen Stadtmuseum Oldenburg und der damit verbundenen Aufwertung der Villen verknüpft: Der Kostümschrank ist ein Beispiel für die partizipativen Erlebnisse, die Besucherinnen und Besuchern im Neuen Stadtmuseum angeboten werden sollen. Er zeigt auch beispielhaft die angedachte integrierte Vermittlung in den Villen. Diese Form der Vermittlung respektiert die herausragende Authentizität der historischen Villen und bietet Besucherinnen und Besuchern dennoch einen lebendigen Zugang zu ihrer Geschichte.