Oldenburg im Wandel

Stadtmuseum gibt Bildband über 60er Jahre heraus

Foto: Heinz Coldewey

In den 1960er Jahren hat sich das Stadtbild Oldenburgs gewandelt wie in keinem anderen Jahrzehnt. Grund genug, dass sich der dritte Bildband der Reihe „Oldenburg. Ein fotografisches Porträt“ mit ebenjener Epoche auseinandersetzt und etwa 100 ausgewählte Fotografien aus dem Archiv des Stadtmuseums Oldenburg zeigt. Erschienen ist „Oldenburg − Aufbruch und Beharrung. Die 60er Jahre“ jetzt beim Isensee Verlag. 

Foto: G. Oeser

„Der Bildband bietet anhand überwiegend großformatiger Fotografien einen Einblick in diese spannende Periode Oldenburgs. Sie zeigt neben Oldenburger Besonderheiten ebenfalls auf, wie die Stadt vom damaligen Zeitgeist erfasst wurde“, erläutert Dr. Andreas von Seggern, Herausgeber des Buches und Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. „Mit dem dritten Band der Reihe unterstreicht das Stadtmuseum einmal mehr seine Rolle als kollektives Gedächtnis der Stadt.“

Foto: Günter Nordhausen

Wachsender Wohlstand und die damit verbundene rasant steigende Motorisierung in der Bundesrepublik machten auch vor Oldenburg nicht halt. Nach dem Krieg wurde Oldenburg innerhalb weniger Jahre durch den Zuwachs von über 40.000 Vertriebenen und Flüchtlingen zur Großstadt. So wurden in diesem kurzen Zeitraum der Stadtgeschichte großräumige Verkehrsplanungen umgesetzt, die es in diesem Umfang nie zuvor gegeben hatte.  Die Bahnhochlegung am Pferdemarkt sowie der mit der Sperrung des Altstadtkerns verbundene verkehrs-, vor allem autogerechte Ausbau der Wallstraßen führten zwar zu einer kurzzeitigen Entlastung der zuvor überlasteten Verkehrsknotenpunkte. Dabei wurden jedoch unwiederbringlich viele historische Bauten geopfert. Von Seggern ist sich sicher: „Über kaum eine andere Phase ihrer Geschichte wird vergleichbar kontrovers diskutiert.“

Der Bildband „Oldenburg − Aufbruch und Beharrung. Die 60er Jahre“, herausgegeben von Andreas von Seggern, umfasst 80 Seiten und kostet 16 Euro. Das Buch ist erhältlich in der Buchhandlung Isensee und im Stadtmuseum Oldenburg.